23. November 2020 – Tierwelt Namibias, die Zweite

Mit Tierwelt waren eigentlich die großen Tiere im Etosha gemeint, aber schon auf dem Weg dorthin bescherte uns ein kleines Tier eine unruhige Nacht. In der Nähe eines Wasserloches im Huab River lagen wir in unserem Dachzelt und rechneten eigentlich mit Geräuschen von Elefanten, den Spuren rund um unser Camp nach. Aber es war eine Spinne, die über unseren Köpfen an der Zeltplane hing und sehr schnell war, sodass Heiko sie erst am nächsten Morgen fangen und hinaus befördern konnte. Ich weiß, eine Spinne tut mir nichts, aber in einem 1,20 x 2 m Zelt ist einfach kein Platz für 2 Personen und eine Spinne!! Wir hatten diese Art Spinne schon im Onguma Camp an der Toilettenwand  und wenn sie sich platt machen, sind sie schon ziemlich groß. Aber sie passte wenigstens farblich gut zu unserem Zelt 😊

Die Nationalparks in Namibia haben derzeit Sonderpreise für Ihre Camps direkt im Nationalpark und daher entschlossen wir uns, 3 Nächte im Park zu bleiben. Das Beobachten der Tiere am Wasserloch ist schon ziemlich faszinierend und wie fernsehen. Aber auch tagsüber hatten wir Glück und sahen Nashörner, Löwen, Elefanten und natürlich etliche Antilopenarten. Wer Namibia kennt, weiß dass die Camps zu dieser Jahreszeit eigentlich meisten ausgebucht sind, aber leider wird weiterhin auf die Touristen gewartet und es waren meistens nur 3-4 Campsites belegt und ab dem zweiten Camp kannte man sich, da alle sich anscheinend für die Durchfahrt von West nach Ost entschieden hatten.

Nun sahen wir auch die Ausmaße der Feuer, die wir Mitte Oktober gesehen hatten. Kurz nach unserem ersten Besuch war sogar ein Teil der Lodge abgebrannt, wo wir damals auf dem Camp standen. Über eine Strecke von mehr als 100 km zogen sich die verbrannten Flächen links und rechts der Wege. Da es schon geregnet hatte, waren jetzt viele Tiere in der Nähe der Etosha Pfanne, wo der Brand nicht gewütet hatte.

Die schlechten Pisten im Park führten allerdings auch zu einem weiteren Werkstatt Aufenthalt. Die Hupe war abgebrochen und leider in den Kühler geschlagen. Die Löcher waren minimal, aber mussten natürlich wieder verschlossen werden. Da die Kupferlamellen des 29 Jahre alten Kühlers grundsätzlich zu wünschen übrig lassen, kümmerten wir uns auch gleich um einen neuen Kühler.

Weiter ging es ins Buschmannland an den Rand der Kalahari. Einige erzählten, dass es eine sehr interessante Gegend wäre, andere verstanden nicht warum wir in eine so trostlose Gegend wollten. Trostlos fanden wir sie auf keinen Fall. Beim Tankstopp in Tsumkwe war schon zu merken, dass wir uns jetzt außerhalb der eigentlichen Touristenroute befanden.  Leider hatte es hier an dem Tag schon ziemlich geregnet und so wollten wir den Baobab Trail lieber nicht alleine fahren, sondern nahmen die direkte Route zum Camp der San unter einem alten Baobab. Von den eigentlich seltenen Bäumen standen hier einige und durch den Regen blühten Sie sogar.

 

Der nächste Tag war ein Regentag, also fast wie der November in Deutschland, nur sehr viel wärmer 😉. Dieses Jahr scheint es eine gute Regenzeit zu werden und es fängt schon früh an schlammig zu werden. Schade, da wir uns hier im Nyae-Nyae Konzessions Gebiet gerne noch etwas länger aufgehalten hätten. Auch die nächsten 300 km gefielen uns, keine Zäune, man hätte einen wilden Schlafplatz finden können und kaum andere Fahrzeuge / Personen.

Wegen des vielen Regens fuhren wir aber durch bis Gobabis, wo wir dann auch unseren ersten korrupten Polizisten getroffen haben. Heiko hatte ein Stoppschild überfahren!! Er zeigte uns den Bussgeldkatalog = 1.500 NAD (ca. 75 €). Wir zweifelten an der Höhe und wurden daraufhin gefragt, was wir den bezahlen würden. Nach einigem Hin und Her einigten wir uns am Ende auf 300 NAD (ca. 15€), natürlich ohne Quittung. Hinterher ist man immer schlauer, die Strafen sind hier wohl wirklich ziemlich hoch, aber er hätte uns gar keinen Strafzettel geben dürfen, da er alleine im Auto war. Hier werden wir noch an uns arbeiten müssen 😊

2 Kommentare

  1. Hallo aus Flensburg,
    hier gab es die erste Frostnacht – schön, sehr schön Eure
    Berichte. Bitte weiter so nett schreiben.
    Ganz liebe Grüße
    Andreas

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