11. Januar 2021 – Von Südafrika nach Mosambik

Sylvester gab es für uns sogar eine kleine Party. Zum Sonnenuntergang traf sich eine kleine Gruppe auf dem Hausfelsen, um das erste Mal anzustoßen und das alte Jahr zu verabschieden.  Es war irgendwie eine andere Stimmung als sonst am Sylvester. Man hatte das Gefühl, dass jeder mehr Wert darauf legte, das alte Jahr zu verabschieden, als das neue zu begrüßen.

Den Abend verbrachten wir dann am Lagerfeuer und eine Gruppe junger Kapstädter überraschte uns positiv mit Ihrem Musikgeschmack. Die Trommeln wurden heraus geholt und es wurde auch eifrig mitgesungen.

Für uns ging es dann schnell weiter in die Nähe von Kapstadt, wo wir bei Duncan und Eli von African Overleanders übernachteten. Die beiden sind auf den Transport von Fahrzeugen nach Europa spezialisiert und haben ihren Hof in Sichtweite der ersten Townships von Kapstadt. Aber auch das gehört dazu und war interessant aus der Ferne zu sehen. Vor allem weil es abends noch ein kleines Feuerwerk gab und so gutes WIFI, dass ich die Traumschifffolge vom 2. Weihnachtstag ansehen konnte 😊 Ihr könnt mich jetzt gerne auslachen, aber was sein muss, muss sein und es war das erste (und bis jetzt einzige) mal, dass wir Fernsehen sahen, seit wir Deutschland verlassen haben. Bevor wir Südafrika verlassen, wollten wir wenigstens noch die Pinguine, das Kap der Guten Hoffnung und die Waterfront  besuchen.

Das mit dem schnell ist so eine Sache, da auch noch der Umweg zu unserem von Ulla und Peter gesetzten Ziel sein musste und so standen wir vor dem Tor des Weingutes Boekenhoutskloof . Ausgerechnet dieses Weingut ist, auch ohne Corona, nur mit Anmeldung zu besuchen und hat keinen Shop. Aber Franschoek gefiel uns sehr und bleibt auf jeden Fall weiterhin auf unserer Routenplanung.

Die nächsten Tage wurden KM gemacht und unsere Erlebnisse beschränkten sich auf die Übernachtungen, tolle Landschaften und unseren ersten Besuch in einem südafrikanischen Jagdladen. Erste Bilder von Namibia mit starken Überschwemmungen erreichten uns und auch wir hatten den ersten Regen. Übernachtet wurde dort, wo wir uns um ca. 17:00 Uhr befanden und so entdeckten wir ein tolles Weingut mit traumhaftem Campingplatz zwischen Weinberg und Badesee, der uns sogar seinen Wein verkaufte, ein Backpacker in einer alten Ziegelei mit Marihuana und Gemüsegarten sowie ein kleines Hotel mit festgefahrenem LKW.

Um 15:30 Uhr erreichten wir nach fast 2.000 km Richards Bay und gingen noch schnell zum Coronatest. Am nächsten Morgen, als Sandfloh seinen ersten Ölwechsel bekam, erhielten wir schon das Ergebnis und fuhren sofort weiter zu Grenze. Erste Länder, wie z.B. Zimbabwe, Lesotho und evt. Kenia hatten die Grenzen wieder geschlossen und wir wollten kurz vor dem Ziel nicht stranden.
Und so standen wir gegen 15:00 Uhr an unserer ersten richtigen afrikanischen Grenze und beantragten unsere Visa. Eigentlich an der Grenze kein Problem, aber auch unter den jetzigen Bedingungen….? Die kleine Grenze, die wir uns ausgesucht hatten, war wuselig und hunderte von Südafrikaner kamen vom dem Urlaub aus Mosambik zurück, aber auf der mosambikanischen Seite verlief alles ruhig und nach einer Erklärung, warum wir uns vorher kein Visum besorgt hatten, wurde an unserem Visa gearbeitet. Um 17:00 Uhr schloss die Grenze und um 16:30 Uhr stand unser Toyo noch immer auf der südafrikanischen Seite. Erstmal das Visa hieß es und dann die Einfuhr des Fahrzeuges, aber nun streikte die Technik fürs das Visa!? Also Arbeitsteilung, Heiko blieb beim „Visa“ und ich holte unseren Sandfloh und besorgte alle nötigen Dokumente und die Versicherung. Dann sahen wir uns schon mal vorsichtig im Grenzbereich nach einem geeigneten Schlafplatz um, aber um 17:03 Uhr hatten wir unsere Pässe mit dem Visa in den Händen und verließen ohne weitere Kontrolle die Grenze. Glück gehabt, da am Ende alles so schnell ging, hatten wir noch einiges an Wein, Bier und auch ein Steak dabei, was eigentlich nicht in dieser Menge mit durfte.

Mosambik gefällt uns jetzt schon, die Leute sind freundlich, die Natur wild und es gibt durch die hohe Luftfeuchtigkeit eine ganz andere Vegetation als in Namibia oder Südafrika. Und so genießen wir nach den 4 Tagen Autofahren seit Freitag abwechselnd den herrlichen Strand und das Maputo Elephant Reserve mit einem tollen Camp. Die Wege im Park unterscheiden sich schon erheblich und es hängen tiefe Zweige in den Wegen gefolgt von sandigen Abschnitten. 2 Km vor dem Camp wird unsere Quittung geprüft und dann sind wir alleine im „Urwald“ und können diesen sogar von der Dusche aus sehen. Aber auch hier kam der Strand nicht zu kurz, welcher direkt nebenan lag.
Die Elefanten sollten in Mosambik durch den langen Bürgerkrieg, in dem sie fast ausgerottet wurden, aggressiver sein, aber hier konnte man das nicht spüren und die Dickhäuter auch aus nächster Nähe beobachten.

4 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden Weltbereiser,
    nun habt ihr ja mit Glück, trotz des Umweges über Boekenhoutskloof, noch rechtzeitig die Grenze geschafft. Schade, dass das Weingut geschlossen war, es wäre ja interessant zu wissen, ob der CHOCOLATE BLOCK an der Quelle besser schmeckt.
    Es sieht ja jetzt so aus, als hättet ihr im Moment keine Abstandsprobleme.
    Die Bilder erzeugen ja ein richtiges Urlaubsgefühl.
    Wir wünschen euch weiterhin viel Spass, bleibt gesund und alles Gute von
    Ulla & Peter.

    1. Hallo Ulla und Peter, das probieren des Weines in Südafrika werden wir noch nachholen 🙂
      Hier sind ab heute die Strände ebenfalls gesperrt und es wird Zeit wieder etwas weiter zu ziehen.
      Lg, Svenja und Heiko

  2. Hallo Ihr beiden! Ja, leider schwappt die zweite Welle auch über Afrika, wobei man das in Tansania immer noch ignoriert. Schade für Südafrika, da wollte ich auch noch hin, ihr habt es ja jedenfalls gestreift. Tolle Bilde! Ich überlege nach Tansania Mosambik anzusteuern. Vielleicht trifft man sich in der Mitte?! Gruß Uwe

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