19. Oktober 2021 Botswana – Der Süden mit Kubu Island und der Central Kalahari

19. Oktober 2021 Botswana – Der Süden mit Kubu Island und der Central Kalahari

Nach einigen Tagen in Maun sind wir froh der Stadt wieder den Rücken kehren zu können. Leider werden wir früher wieder zurück sein, als uns lieb ist. Aber erst einmal ging es in Richtung der großen Salzflächen, den Makgadikgadi Plans. Wir besuchten die abgesperrte Diamanten Stadt Orapa, wo alle Fahrzeuge etwas größere Dimensionen hatten. Eigentlich wollten wir hier einen kleinen Game Drive machen, der uns wärmstens empfohlen wurde. Die Minengesellschaft hat hier ein eigenes Game Reserve und da das komplette Arenal Fort Knox mäßig gesichert ist, sind auch die Tiere entsprechend vor Wilderei geschützt und es soll noch viele Nashörner geben. Schnell hatten wir ein Permit, um die Stadt überhaupt betreten zu dürfen und die Stimmung ist schon etwas besonders. Auf den Game Drive verzichteten wir dann allerdings, da seit dem 01.September Eintritt erhoben wird, der insgesamt höher als ein Nationalpark gewesen wäre.

Also ging es noch am selben Tag weiter in die Weite von Kubu Island, einer Insel inmitten der Salzpfanne mit vielen Boababs.

Nachdem wir aus dem Pistengewirr vor Gweta wieder heraus gefunden hatten (am Ende kommen alle Pisten dort an 😉), checkten wir auf einem Campinglatz ein und auch gleich wieder aus. Aus unserer rechten Achse tropfte schon etwas länger immer mal wieder etwas Öl, aber nun spritze es nur so heraus. Es war Donnerstag und für Montag hatten wir Reservierungen für die Central Kalahari. Also schnell zurück nach Maun um den Schaden noch vor dem Wochenende zu beheben. Jetzt zahlte es sich aus, dass wir mittlerweile in einigen WhatsApp- und Facebook- Gruppen sind. Wir nahmen Kontakt zum Admin Nelly einer solchen Gruppe auf, von dem wir wussten, dass er schon mal in Maun in einer Werkstatt war. Durch Zufall war er auch jetzt gerade in der Stadt und während wir noch über die Straße brausten organisierte er schon einen Mechaniker. Keine 3 Stunde nachdem wir auf dem Campingplatz ankamen, war die Achse auseinander und wieder zusammen gebaut. Nach einem netten Abend mit Nelly und seiner Frau konnte es also am nächsten Tag schon wieder weiter gehen.

Nach dem Besuch der Nxai Plan, wo wir morgens 2 Löwen beobachten konnten ging es noch für einen Abstecher in den Makgadikgadi NP zum Boteti. Es war einfach fantastisch nach 30 Km tiefsandiger Piste auf einem Hügel anzukommen und das grüne Flussbett mit hunderten Elefanten, Zebras und Kudus vor sich auftauchen zu sehen.

Bevor es in die Central Kalahari ging, zog es uns noch mal in die Weite und Einsamkeit der Nwetse Pan. War um Kubu Island die Salzpfanne doch noch recht häufig mit Gräsern bewachsen, hatten wir hier nun die große Weite und vor allem weiße Ebene gefunden, soweit das Auge reicht.

Eigentlich wollten wir die Central Kalahari auslassen, da es in diesem Jahr dort eine Mäuseplage gab. Die Folge waren etliche Autos, die am nächsten Morgen nicht mehr ansprangen, da die Leitungen auf der Suche nach Wasser durch geknabbert wurden. Angeblich wäre „die Saison“ aber jetzt vorbei!? Wir gingen trotzdem lieber auf Nummer sicher und kauften noch Marderspray für die Reifen und Kabel, versteckten übel riechenden Klostein im Motorraum und stellten etwa 10 Meter vom Auto entfernt eine Wasserschale auf. Aber statt Mäuse sahen wir einige Löwen und sogar einen echten Kalahari Löwen mit schwarzer Mähne 😊

Ob nun Mäuse, Elefanten oder andere Tiere, es ist schon sehr erstaunlich wie unterschiedlich man die Nationalparks und Camps erleben kann. Hatten wir von Freunden noch die Info bekommen, dass sich für das Camp Elephant Sand nicht wirklich ein Umweg lohne, erlebten wir hier noch mal Elefanten satt. Es ist Ende der Trockenzeit und es gibt kaum noch natürliche Wasserlöcher. Daher war während unseres Aufenthaltes das Wasserloch ständig von etwa 100 Elefanten besucht. Die Stellplätze lagen direkt am Wasserloch und waren nicht eingezäunt. Da kam es schon mal vor, dass man aus der Toilette kam und erst einmal wieder in den Eingang zurück musste oder mit seinem Wein am Auto saß und plötzlich keine 2 Meter entfernt erst ein Rüssel und dann ein ganzer Elefant auftaucht. Elephant sand, where Elephants rule… Elephant sand, wo der Elefant reagiert!!

Dann sollte es weiter nach Südafrika gehen und wir schafften es fast zum Schluss unserer Reise doch noch an einer Grenze fest zu sitzen. Und das zwischen Botswana und Südafrika ☹ Eigentlich benötigt man zur Ausreise aus Botswana einen PCR Test und auch für die Einreise nach Südafrika. Oft wird hier aber auch ein Rapid Test akzeptiert, den die Südafrikaner für ihre Landsleute anbieten (auf jeden Fall an den Grenzen Namibia-SA). Botswana hat den Ausnahmezustand und auch die Ausgangssperre seit 01.10. aufgehoben und es existieren Gerüchte das ggf. kein PCR Test zur Ausreise mehr notwendig ist. Also versuchen wir es 😊. Wir reisen mit einiger Diskussion am 18.10. um 15:10 Uhr in Martins Drift aus Botswana aus und überqueren die Brücke über den Limpopo nach Botswana. Auch hier wieder einige Diskussionen, aber dann ist es OK das wir einen Rapid Test machen. Da gab es allerdings noch ein klitzekleines Problem: die Teststation ist seit 15:00 Uhr geschlossen und öffnet erst wieder morgen um 11:30 Uhr. Also verbrachten wir 21 Stunden im Niemandsland auf der Grenze direkt neben dem mobilen Labor 😉. Beim Testen waren wir heute auf jeden Fall die Ersten und sind jetzt in Südafrika 😊.

5 Kommentare

  1. Liebe Svenja, lieber Heiko,
    ich bin begeistert von Eurer ausführlichen und lebendigen Reisebeschreibung und den schönen Fotos.
    Toll, was Ihr uns für Einblicke gewährt habt!
    Respekt, sich so in die Wildnis zu wagen – ich hätte in einigen Situationen sicher ein mulmiges Gefühl gehabt. Aber auf diese Weise konnten wir aus der Ferne an Eurem Abenteuer teilhaben.
    Vielen Dank dafür! Ich wünsche Euch einen schönen Reiseabschluss und kommt gut heim, wenn es soweit ist.
    Liebe Grüße
    Kay

    1. Hallo Kay,
      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar. Wir freuen uns, dass Dir unser Blog gefällt und Du ihn regelmäßig verfolgst 😊
      Mitte Dezember geht es für uns wieder nach Hause und wir freuen uns auf Weihnachten unter einer richtigen Tanne.
      Herzliche Grüße aus Südafrika,
      Svenja und Heiko

  2. Hi,
    Ihr habt ja eine schöne Tour gemacht, habe fast alles gelesen. Wir planen für nächstes Jahr eine ähnliche Reise von Süd-Afrika bis Kenia auch ca. ein gutes Jahr oder mehr.
    Mich würde interessieren mit welchen Kosten man so ungefähr für die ganzen PCR Tests und Visa Gebühren kalkulieren muss.

    1. Hallo George,

      vielen Dank, dass Du unseren  Blog verfolgst.

      In Nambia, SA und  Botswana fallen ja noch keine Visa Gebühren an und danach waren es meistens 50 USD pro Pers. Für Corona Tests haben wir bisher insgesamt 375 EUR pro Person ausgegeben. Teilweise hatten wir einen kostenlosen Schnelltest (z.B. nach Sambia) und am teuersten war der PCR Test in Tansania mit ca. 83 EUR pro Person. Aber gerade bei den Corona Test ändert sich gerade ständig etwas.

      Uns hat die App IOverlander immer sehr geholfen. Dort haben wir meistens die aktuellen Preise für VISA und Autoeinfuhr (Roadtaxt, Vers.,…) gefunden  und wie der Coronatest an der Grenze wirklich gehandhabt wird. Viele Labore mit Preisen sind auch in der App zu finden.

      Überrascht waren wir während der Reise eher mit höheren Übernachtungskosten, als gedacht. Zum einen waren sie in einigen Ländern höher, aber auch das wild stehen entpuppte sich teilweise als nicht so einfach.

      Herzliche Grüße aus dem Krüger Nationalpark und viel Spaß bei Eurer weiteren Planung,
      Svenja und Heiko

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