14.Oktober 2020 – Wir sind in Namibia

Nun sind wir schneller im südlichen Afrika, als wir gedacht hätten, aber die letzte Woche zu Hause war noch ziemlich aufregend.

Wir haben Sandfloh nach Antwerpen gefahren und noch eine Nacht kurz vor der NL Grenze übernachtet, damit wir gleich vormittags im Hafen sind. Das erste was wir dann morgens im Autoradio hörten war, dass Belgien jetzt Risikogebiet ist! Na toll, dann mal schnell los.

Im Hafen lief alles sehr professionell und nach 30 Minuten stand unser Toyo im abgesperrten Teil mit dem Schlüssel am Innenspiegel. Ist ja nur für ein paar Tage…

Zu Hause war tags zuvor noch unser Laptop kaputt gegangen und auch andere Dinge, die plötzlich nicht mehr liefen, machten uns den Abschied leichter. Am Dienstag, den 06.10. fuhren wir zum Flughafen nach Hamburg und machten bei Centogene unseren Corona Test (zum Glück nur im Rachen). 59 € kostet der Spaß und das Ergebnis sollte innerhalb von 12 Stunden vorliegen.

Eigentlich sollte heute auch das Schiff mit Sandfloh auslaufen, aber leider befand sich das Schiff noch vor Südafrika und die ganze Passage wurde einfach abgesagt ☹ Zu dieser Woche hätte auch noch gut gepasst, das unser Corona Test positiv ist und deshalb waren wir ganz schön nervös. Die Erlösung hatten wir  keine 5 Stunden später und unser negativer Corona Test lag vor uns. Und auch unser Spediteur hatte  gute Neuigkeiten: Die Reederei setzt am 14.10. ein zusätzliches Schiff ein, sodass Sandfloh hoffentlich nicht ganze 3 Wochen später ankommen wird. Der 14.10. ist heute und wir warten leider derzeit noch auf die erlösende Nachricht, dass er verladen wurde.

Es war dann aber doch ein ziemlich komisches Gefühl als wir am 08.10. morgens unsere Haustür für ein Jahr hinter uns zuzogen und zum Flughafen gefahren wurden.

Der Flieger nach Frankfurt war komplett voll, aber in Frankfurt war alles erschreckend leer. Viele Tax Free Läden waren geschlossen. Wir hatten fast 7 Stunden Aufenthalt und fanden einen Bereich in dem nichts los war und wir die Zeit „absitzen“ konnten.

In Frankfurt am Abfluggate wurde unser Corona Test geprüft und los ging es Richtung Windhoek. Der Flieger von Eurowings war gerade mal halb voll und man stellt sich schnell die Frage, wie lange die Airline es aushalten wird, mit so wenigen Passagieren zu fliegen.

Um 6:00 Uhr am nächsten Morgen erreichten wir Windhoek und vor dem Gebäude wurde wieder unser Corona Test geprüft und am Eingang Fieber gemessen. Das Visum für 90 Tage zu erhalten, war dann völlig problemlos möglich und es wollte auch keiner eine komplett gebuchte Reiseroute sehen, wie teilweise im Forum kommuniziert wurde.  Am Laufband, wo unser Gepäck schon fleißig seine Runden drehte,  musste dann noch ein zusätzlicher „Corona Zettel“ abgegeben werden, wo man sich zu Beginn in Namibia aufhielt und wie man erreichbar war, da am Tag 5 nach Einreise ein erneuter Test gemacht werden muss. Da wir noch keine namibische Nummer hatten, wurden wir nach draußen begleitet und konnten an einem Wagen von MTC die entsprechende SIM Karte kaufen.

Und schon saßen wir im Shuttle nach Windhoek, wo wir die ersten 3 Nächte verbringen und erst einmal „ankommen“ wollten. In der Arebbusch Lodge klappte das auch ganz hervorragend und wir gewöhnten und am Pool an die sommerlichen Temperaturen. Zwischendurch sahen wir uns natürlich auch noch ein wenig Windhoek an.

3 Tage Stadt reichten aber aus und wir wollten jetzt dringend in die Natur. Unseren Mietwagen hatten wir bis zum 28.10. gebucht, aber so wie wir Hubert Hester von Kalahari Car Hire kannten, gab es keine Probleme und das Mietende wurde kurzerhand durchgestrichen und in „maybe expire“ geändert. Ohne Corona wäre dies wahrscheinlich nicht möglich gewesen, aber die Höfe der Mietwagenfirmen standen voll von Autos. Auf dem Weg in die Stadt sah man überall nur reihenweise weiße Hilux auf den Parkplätzen stehen und es fehlte die Regsamkeit bei den Vermietern, die nach der Ankunft einer Maschine hier eigentlich herrschte. Hubert Hester und seine Frau waren sehr interessiert und fragten nach der Situation beim Fug und auch in Deutschland, sodass wir den Eindruck gewannen die ersten Mieter seit dem Lock down zu sein.

Vormittags hatten wir noch mit unserem Agenten aus Walvis Bay gesprochen, der unser Auto aus dem Hafen holen soll und hatten bereits dasselbe erlebt. Statt unsere Fragen los zu werden, wurden wir erst einmal ausgiebig und interessiert befragt.

Touristen sollen bisher kaum im Land unterwegs sein und so waren wir dann auch auf der ersten Campsite und Lodge ca. 100 Km nördlich von Windhoek ganz alleine.

Am Waterberg Plateau entlang ging es für uns zum Meteoriten bei Grootfontein (Der Hoba-Meteorit ist der bislang größte auf der Erde entdeckte Meteorit) und dann weiter zu einer Lodge bei Otavi, auf der wir wieder ganz alleine für 2 Tage unser Lager aufschlugen.

Heute war der 5.Tag und unser Corona Test war fällig. Einen Anruf, wie angekündigt, gab es nicht, aber wir machten uns trotzdem auf nach Tsumeb und kümmerten uns selbst darum. Im Staatlichen Krankenhaus nahm man uns auch gerne unsere Proben ab und das sogar umsonst.

Morgen geht es nun weiter zum Etosha und Caprivi und wir versprechen Euch, in Zukunft gibt es mehr Fotos und weniger Text 😊

4 Kommentare

  1. Moin Ihr zwei

    Ja! Ich bin neidisch. Sogar sehr.

    Habt Spass und allzeit gute Pad.
    Trinkt einen Gin Tonic oder ein Rock Shandy auf uns, wir revanchieren uns demnächst mit Glühwein.

  2. Hallo ihr beiden,
    Ich freue mich über die neuesten Infos- sowohl hier als auch per Whatsapp. Obwohl mein Fernweh damit nur steigt 🙁
    Ich hoffe, dass der Sandfloh mittlerweile unterwegs ist.
    LG, Manja

  3. Liebe Svenja, lieber Heiko,
    wie schön, dass ihr schon mal so weit seid.
    Bis jetzt sieht es ja wie Urlaub aus.
    Wir drücken die Daumen, dass der Sandfloh jetzt auf dem Weg zu euch ist.
    In der Hoffnung, weiterhin schöne Bilder zu sehen, grüssen euch ganz herzlich
    Ulla & Peter.
    Viel Glück und passt auf euch auf!!

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